Meine Poetik #2

 

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Die Schönheit, die Aussage und der rhythmische Kontext muss für den Leser erkennbar sein. Auch für den nicht geschulten Leser, den sogenannten „einfachen“ Menschen oder den „Durchschnitts-Bürger“. In dieser Kategorie sieht sich allerdings niemand von uns beheimatet, und doch gehören wir alle Nicht-Fach-Leute dazu.
Alle andere sogenannte Poesie, die unverständlich ist, von echter Lyrik nicht einmal zu sprechen, ist nichts anderes als Selbst-Bespiegelung. Um kein anderes Wort zu benutzt.

Ich persönlich mag Enzensberger und seine Vorlesung „Wie Poesie entsteht“. Fabienne, mein Literatur-Wissenschaftlerin-Töchterchen hat sie mir gemailt, als sie meine Paratexte zu „der gesang der zikade“ sichtete. Ich war erfreut, mich darin wieder zu finden.

Agrammatikalischer „Versuchspoesie“? Nein, Danke, nicht unbedingt. Solch geartete Tätigkeiten übt man allein mit sich selbst aus.
Allerdings versucht so mancher …Poet, seine lyrische Selbstbeschäftigung mit den Mitbürgern zu teilen. Das führt dann, im besten Fall, zu Äusserungen wie: „Wovon spricht der eigentlich?“ Oder aber leider auch zu: „Was für ein Genie!“ Denn man sagt sich: „Besser so, als einzugestehen, dass ich nichts verstanden habe. Die Dame im echten Pelz neben mir klatscht ja auch. Und der so intellektuell aussehende Herr ebenfalls…., Moment, wer ist das schon mal?“

Schluss mit der Polemik
Aber, das mußte jetzt raus!
© jmpg 15-04-15

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